Brücken bauen – Wege finden | Mit Beratung Verbindung schaffen

Herbsttagung 2026 · Dresden, 02.09.2026—04.09.2026

Herbsttagung 2026

Brücken bauen – Wege finden
Mit Beratung Verbindung schaffen


In der Nacht zum 11. September 2024 stürzte in Dresden die Carolabrücke ein. Wir Dresdner:innen erlebten, was geschieht, wenn eine zentrale Verbindung, ein vertrauter und vielleicht auch liebgewonnener Weg plötzlich wegfällt. Inzwischen sind Umwege gefunden und Entwürfe für eine neue Brücke entstanden. Es wird kontrovers diskutiert, für wen die Brücke in welcher Breite da sein soll. Passen die Bedürfnisse aller auf eine Brücke oder wird es für jede Gruppe gar eine eigene Etage geben?

Das Bild der Brücke sprach uns an, um damit auf der kommenden Herbsttagung das Arbeitsfeld Studienberatung und -information auszuleuchten. Auch ein Studium lässt sich als Brücke verstehen – von der Schule oder auch anderen Lebensstationen bis hin zum Studienabschluss und ins Berufsleben hinein. Gleichzeitig braucht es Brücken zu Mitstudierenden, zu Lehrenden, in die Hochschulkultur, Brücken zum eigenen Studium mit seinen Anforderungen und Sinnversprechen.

Passt dieselbe Brücke für alle Studierenden? Eine Brücke, auf der sie mit unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln, mal am Rand und mal in der Mitte unterwegs sein, mal in Nischen ausruhen können? Oder braucht es unterschiedliche Brücken für Gruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen – etwa für internationale Studierende, für Erstakademiker:innen, für Studierende mit gesundheitlichen Belastungen.

Als Studienberater:innen sehen wir unsere Aufgabe darin, Studierende zu unterstützen und zu empowern, ihren eigenen Weg zu finden, die passende Brücke zu bauen oder auch ein gutes Fortbewegungsmittel auf den bestehenden Brücken zu finden. Gerät die Brücke ins Wanken oder bricht, sind wir da, um beim Trauern und Akzeptieren zu unterstützen und gemeinsam neue Wege zu entdecken.

In unserer Arbeit bauen wir selbst Brücken: zu Ratsuchenden, zu Eltern, Lehrenden, Institutionen innerhalb und außerhalb der Hochschule, in die Gesellschaft. Wir wollen für unsere Zielgruppe gut erreichbar sein und suchen dafür immer wieder passende und zeitgemäße Wege, wie sie zu uns finden kann. Wir experimentieren mit neuen und altbewährten Methoden und Tools, ergänzen face-to-face mit digitalen Formaten, sondieren die Möglichkeiten, die durch KI entstehen, und bieten dadurch vielfältige Anknüpfungspunkte.

Wir treten mit den Ratsuchenden in Beziehung und schaffen einen Rahmen, in dem sie mit sich selbst in Kontakt kommen und wieder auf eigene Ressourcen und Lösungsideen zugreifen können. In diesem Sinne unterstützen wir sie beim „Brückenbauen“ für die eigene, manchmal schwierige Situation. Hinübergehen müssen die Ratsuchenden selbst. Beratung ist also Brücke und schafft Verbindung. In Zeiten, die auf allen Ebenen von Verunsicherung, Rückzug und Polarisierung geprägt sind, ist das ein kostbareres Gut.

Wir laden alle herzlich ein, sich mit Beiträgen am Gelingen der Tagung zu beteiligen oder die Tagung als Teilnehmer:in zu bereichern. Wir freuen uns genauso über gesellschafts- und hochschulpolitische Reflexion wie über ganz handlungspraktische Beiträge zum Brückenbau in der Studienberatung und -information. Der Call für die Workshops startet am 1. März 2026. Die Anmeldung wird ab 20. Juni 2026 möglich sein. Wir planen mit einem voraussichtlichen Tagungsbeitrag von 230€ für GIBeT-Mitglieder und 260€ für Nicht-Mitglieder.

Lasst euch überraschen von unserer Stadt, unserer Uni, einem inspirierenden Vortragsteil und einem wunderbaren Abendevent! Einen ersten Vorgeschmack findet ihr auf unserer Webseite.

Wir freuen uns auf euch!